PS vorab: Wer nur Bilder schauen möchte,
einfach aufs erste Bild klicken und dann
als Diaschau betrachten.
Das Wohnmobil mitten in der Nacht in Island entgegen nehmen,
ist schon mal ne neue Erfahrung. Dunkel ists, der Mond schien helle.. in der
Tat – Vollmond in Island. Ein Glück… da wir den ersten Drempel (Geschwindigkeitsverringerungshügel)
mit Karacho genommen haben und kurzzeitig mit Wohnmobil und Inhalt die Bodenhaftung verloren, waren wir doch etwas vorsichtig mit Licht und Schatten.
Der vom Wohnmobilvermieter empfohlene Campingplatz war
schnell gefunden und mein Bester auch schnell eingeschlafen, was ich nicht von
mir behaupten konnte. Im Flugzeug mehr schlecht als recht eingenickt, dann wach
ausgestiegen und Wohnmobil gecheckt, über die Drempel geflogen und jetzt soll
ich schlafen? Mit Hörbuch klappt so einigermaßen aber natürlich küsste mich der
Morgentau feucht auf die Stirn.
Was tun? Klar, die gestern im Dunkeln angefahrene
Destination per pedes erkunden.
Wow.. was für Wolkenformationen, was für Lichtstimmungen.
Bin ich froh, im Zeitalter der digitalen Fotografie zu leben – die Filmkosten
hätte ich mir ja nie und nimmer leisten können.
Irgendwann schafft es auch den Besten aus dem Bett. Das
Wohnmobil ist schnell eingeräumt, auf der Suche nach einem (offenen) Supermarkt
tun wir uns schon etwas schwerer. Aber auch diese Hürde wird erklommen und wir
starten von Reykjavík die Tour über die Ringstraße, um die Insel zu erkunden.
Die Stromschnellen am Fluss Laxá versprechen im Reiseführer
springende Lachse. Gesprungen ist keine aber schön war es doch. Eine Irrfahrt
durch eine Industriehafenstadt und ein leckeres einheimisches Bier (2 Bier und
1 Kaffee für 16 Euro - nur mal so gesagt) weiter suchen wir jetzt nach einer Schlafstadt für die
Nacht.
In Borgarnes kommen wir unter. Der Campingplatz geschlossen,
deshalb dürfen wir ihn kostenlos nutzen. Strom ist trotzdem noch da.. schon die
2 Nacht ohne Campinggebühren auf schönen Plätzen. So kann es weiter gehen.
2. Tag Borgarnes – Blönduós – ca. 250km
Der Tag startet mit Ebbe und dem Versuch, eine Bäckerei zu finden. So viel sei gesagt: Als ich ohne Brötchen zurück kam, war die Flut
da. Vorher aber konnte ich diesen grünen Knopf fotografieren, der war dann
später überschwemmt.
Das mit den Brötchen war auch eher ein Versuch meines
Besten, mich bei seniler Bettflucht zu beschäftigen. Ist gelungen. Gemessen hab
ich es nicht aber 5-6km hatte ich nach der Brötchensuchtour auf dem Buckel.
Die Tour führt uns durch wunderschöne Berggegenden mit
Buschlandschaft, sogar einem Wald (hörthört.. wir sind in Island) und dann
einer Lavalandschaft. Mit Moos bewachsen aber zögerlich. Schließlich liegt der
Ausbruch des Grábrók erst 1.000 Jahre zurück. Netterweise hat man uns aber vor
nicht so langer Zeit Holzpfade auf den Vulkan gebaut, so dass wir ohne wilde
Trampelei einmal den Vulkan umrunden und den Nachbarvulkan Grábrókarfell mit
unter die Linse nehmen.
Wir entscheiden uns für die Alternativrunde um die Halbinsel
Vatnsnes, die uns mit einer hoch motivierten Schotterstrasse beglückt. Das kostet uns
mindestens eine Rolle Toilettenpapier, das sich lustig in der Schaukelei
abgerollt hat. Vorher aber noch gibt’s ein Viking und einen Kaffee in dem
hübschen Ort Hvammstangi.
Es wurden uns auf der Strecke Seehunde und Felsformationen
versprochen. Beides wurde erfüllt. Am Hvítserkur parken wir unser erschöpftes
Mobil auf dem Parkplatz und ich rutsche fast den Hang runter. Trittsicher ist
anders. Aber dann zeigt sich Hvítserkur in voller Schönheit und bei Ebbe.
Die
Seehunde zeigen sich auch, man hört sich lustige Geräusche machen, das Objektiv
ist fast zu schwach.
Mich fasziniert der Schwarze Sand. Wunderschön gibt er
Kontraste zu den weißen Muscheln oder dem Seegras.
Nach 80km Schaukelei sind wir froh, wieder festen Asphalt
unter den Rädern zu habe und die 35km bis nach Blönduós sind ein Katzensprung.
Angeblich hat der Campingplatz bereits geschlossen aber dem ist nicht so, auch
wenn wir uns ihn mit nur wenigen teilen. Ein schnelles Curry mit Reis und der
Tag ist perfekt. Die Sonne war kaum da und trotzdem hab ich sowas wie nen
Sonnebrand – unfassbar.
Tag 3 – Blönduós – Akureyri – ca. 170 km
Immer Richtung Sonnenaufgang - also Osten - und wir halten als erstes an
einer alten Torfkirchen – Víðimýri.
So weit, so gut. Wir sind alleine, stellen
fest, dass die Kirche geschlossen ist aber von Außen präsentiert sie sich auch
sehr hübsch. Bis dann… ja, der Reisebus einfällt. Der spuckt ca. 50 deutsche
Touristen aus, die sich dann gleichmäßig über das kleine Gelände ergießen und
wild mit ihren Smartphones und Kompaktkameras unkoordiniert vor sich hin
fotografieren. Was wird bleiben auf dem Film? Eine hübsche Kirche voller
Menschen. Wir stellen uns geduldig auf die Gräber und warten, bis sich der
Schwall wieder zurück in den Bus quetscht und wir das Areal wieder für uns
haben. Der Blick hinein zeigt, dass ich
das Eintrittsgeld gelohnt hätte. Aber wir sind nun mal außerhalb der Saison im
Land
Nicht weit zu fahren, der nächste Touristentreffpunkt,
nämlich Glaumbær, ein Freilichtmuseum. Wir sind bei solchen Punkten immer mehr
als skeptisch. Aber liebevoll „eingerichtete“ Torfhäuser zeigen das Wohnen und
Arbeiten in Island, wie es teilweise noch vor 100 Jahren stattfand – keine lange Zeit und es hat sich doch
viel getan. Auch hier müssen wir fotografische Geduld bewahren, bis sich alle
andere Besucher ins Haus verkrümmelt haben. Wer will schon Jack
Wolfskin-Outfitters auf dem Foto haben (außer unsere natürlich).
Der Weg mit unserem Schaukelmobil führt uns durch eine
wunderschöne Berglandschaft – viele Kilometer keine Bewohner mehr, bis sich
dann irgendwann, als sich das Tal öffnet, wieder kleinere Gehöfte zeigen. Hier
bloß beim Einkaufen die Milch nicht vergessen, dann wird’s kritisch.
Ein letzter Besichtigungspunkt, wieder eine Kirche
(Möðruvellir) – wird diesmal nicht von anderen Touristen sondern von einem
Maler belagert. Hier können wir wohl nicht warten, bis er von Dannen zieht, der
gehört aufs Foto. Hübsch ist die Kirche auch Innen. Nichts verschlossen, ich schleiche
mich halben Wegs auf den Chor hoch – hier oben Akten, im Kirchenraum Gold –
hier kommt wohl wenig weg.
Durch ein weites Tal geht’s Richtung Akureyri, der
zweitgrößten Stadt Islands mit 17.500 Einwohnern. Hübsche Häuschen, nette
Geschäfte, viele Cafés und Pubs. Wir gönnen uns ein Viking in der Sonne (was
für ein herrlicher Tag) und abends einen Burger in der Stadt. Wird alles
abtrainiert auf dem steilen Weg zurück zum Campingplatz.
Ich fotografiere noch so schön die INR-Messung meines Besten, als er beim Tablettenverteilen feststellt, das Macumar zum Nachfüllen vergessen zu haben. Ich bleib bis zu dem Zeitpunkt entspannt, als man uns in der Apotheke erklärt, dass es auf Island kein Macumar gibt - anderes Medikament, andere Wirkung. Mein Bester bleibt ruhig, ich krieg die Krise und beruhige mich erst wieder, als das Telefonat mit unserem Super-Doc Entwarnung gibt.
Dann endlich ab auf die Ringstraße, um schon bald die beeindruckenden Goðafoss (Götterfälle) zu besichtigen.
Nach den Göttern folgen die Mücken - der Mückensee (der seinem Namen alle Ehre macht).
In Skútustaðir machen wir halt, um die Pseudokrater zu besichtigen. Krater, die nicht aufgrund von Ausbrüchen entstanden sondern durch Feuchtigkeit, die sich unter Lava befand und hochblubbte... das waren mächtige Blubbs.
Obwohl erst dagegen entscheiden wir uns spontan, doch nach Húsavik zu fahren - welch ein Glück, die Route, die wir dafür wählen, führt direkt über den Mond - Lavafelder, Steine und eine nicht enden wollende Schotterstraße (hier auf dem Bild schon mit Bewuchs, an anderen Stellen war es nur Stein).
Über Húsavik sammelten sich Wolken, der Wind war kräftig. Tolle Eindrücker dieser kleinen Hafenstadt mit 2.500 Einwohnern. Leider sind das wohl keine Fußballfans. Gerne hätten wir uns das Spiel Island gegen Niederlande in einem Pub angeschaut.
So waren wir doch wieder zeitig im Camper, heute mal mit WLan.
5. Tag Húsavik – Reykjahlið
Mission Brötchen holen geglückt. Wissend, dass die Bäckerei schon um 7.00 Uhr auf hat. Die
dunklen Wolken haben sich über Nacht verzogen, der Wind gelegt. Es ist kalt, morgens um 7.00 Uhr in Island. Aber es ist schön. Die Luft so klar, die Farben so toll. Das gleiche Motiv wie gestern.
Es ist schon seltsam, dass man in einem Land, das eine so lustige Sprache spricht, überall wie selbstverständlich Englisch sprechen kann. Auch die Generation die es bei uns noch nicht so beherrscht, ist hier bestens mit der Sprache vertraut – Zeichen unseres Fernsehkonsums? Keine synchronisierten Filme?
Mit Brötchen und Croissants unterm Arm laufe ich in Anblick
eines schönen Tages zum Wohnmobil zurück.
Die Strecke, die wir fahren wollen, ist für Wohnmobile nicht
empfohlen (nicht ausdrücklich verboten aber auch nicht empfohlen). Über viele
Kilometer sollen sich die Schotterpisten wie Wellbleche zeigen. Wir werden
sehen.
Wir umrunden die Halbinsel Tjörnes mit wundervollen Blicken
auf Klippen und die Lagune Lón.
Hier haben Winterstürme meterweit Treibholz an den schwarzen Strand getragen. Die Straße durch den Nationalpark Jökulsárgljúfur dürfen wir nicht fahren und umfahren den Canyon von der anderen Seite, um im Prinzip am ersten Drive-Thru-Wasserfall Hafragilsfoss zu halten. Die Zufahrt zum Parkplatz beschert mir Weichei schon nen Herzkasper, weil wir auf dem Schotter auf dem Hügel zum Halten kommen und Anfahren mit Handbremse auf Schotter bei einem Wohnmobil nicht so gelingt. Aber mein Bester gibt alles und wir sind auf der anderen Seite.
Hier haben Winterstürme meterweit Treibholz an den schwarzen Strand getragen. Die Straße durch den Nationalpark Jökulsárgljúfur dürfen wir nicht fahren und umfahren den Canyon von der anderen Seite, um im Prinzip am ersten Drive-Thru-Wasserfall Hafragilsfoss zu halten. Die Zufahrt zum Parkplatz beschert mir Weichei schon nen Herzkasper, weil wir auf dem Schotter auf dem Hügel zum Halten kommen und Anfahren mit Handbremse auf Schotter bei einem Wohnmobil nicht so gelingt. Aber mein Bester gibt alles und wir sind auf der anderen Seite.
Was soll man über Wasserfälle sagen? Sie sind imposant, sie
gehen in Mark und Bein, wenn man daneben steht und die Wassermassen hinunter
donnern.. und es sind kleine Diven. Sie lassen sich nicht immer gerne
fotografieren.
Der liebe Hafragilsfoss ist 27m hoch, man kann nicht bis
ran, das Gelände ist zu steil.
Hier mal ein Blick generell aufs Gelände mit dem Vergleich
zu den Fahrzeugen. Man sieht unser kleines Wohnmobil und das gelbe ist ein
Monster-Wüstenallrad-Ding, mit dem sich Touristen auf Touren herankarren
lassen.
Wir fahren und gehen weiter zum Dettifoss, der mit 44m Höhe und vor allen Dingen 200m³ Wasser pro Sekunde als der wasserreichste Wasserfall Europas gilt. Das donnert und scheppert und mein Adrenalinspiegel steigt bei solchen Naturgewalten mächtig an. Nur einen Moment dran gedacht, einen Tritt falsch zu machen, da schauderts mit hoch und runter. Aber spüren würde man wohl wenig.
Ein Weg führt über 1,5km von hier zum Selfoss, der über eine Breite von mehreren hundert Metern dafür aber nur 10m in die Tiefe stürzt. Wundervolles Ding (den Wasserfall meine ich, nicht die Frau davor;-)).
Wir fahren und gehen weiter zum Dettifoss, der mit 44m Höhe und vor allen Dingen 200m³ Wasser pro Sekunde als der wasserreichste Wasserfall Europas gilt. Das donnert und scheppert und mein Adrenalinspiegel steigt bei solchen Naturgewalten mächtig an. Nur einen Moment dran gedacht, einen Tritt falsch zu machen, da schauderts mit hoch und runter. Aber spüren würde man wohl wenig.
Ein Weg führt über 1,5km von hier zum Selfoss, der über eine Breite von mehreren hundert Metern dafür aber nur 10m in die Tiefe stürzt. Wundervolles Ding (den Wasserfall meine ich, nicht die Frau davor;-)).
Beeindruckt gehen wir zu unserem Schaukelmobil zurück. Wie angekündigt, fängt jetzt das Wellblech an und nach ca. 2 Stunden und nur 40km Wellblech (plus 40km normale Straße) benötigen wir dringend ein Viking. Dass der bestellte Brotkorb, der nur den ersten Hunger stillen soll, so groß ausfällt, lässt das Abendessen ausfallen. Gibt’s halt morgen wieder was selbst gekochtes.
6. Tag Reykjahlið – Egilsstaðir
Der Regen prasselt in der Nacht aufs Dach, als ob es kein Morgen gibt. Und… hört pünktlich auf, als
wir aufstehen. Der Tag wird uns fortwährend mit bedrohlichen Wolken begleiten, gut fürs Foto.. und vorab, nass werden wir nicht.
Davon noch beeindruckt, fahren wir weiter zum Vulkan Krafla und dann zum Leirhnjükur. Hier gab es noch 1984 Spaltenausbrüche. Auch jetzt noch hebt und senkt sich der Boden um ca. 1 Meter im Jahr als Zeichen der Füllung und Entleerung der Magmakammer.
Hexenküche nennt der Autor des Reiseführers den Bereich und ja, so stimmt es. Auch hier noch Solfatarenfelder und blubbernde Schlammlöcher.
Die Wege, die die Magma damals genommen hat, sind sehr gut zu erkennen. Uns weht der Wind kräftig um die Ohren und es ist toll.
Weiter nun auf der Ringstraße mit einem kleinen Abstecher
nach Möðrudalur. In einem völlig unwirklichen Gebiet, nur voller Geröll und
Sand, gibt es ein wunderschönes Café mit Campingplatz und tollen
Wandermöglichkeiten. Wir verweilen auf ein Getränk und genießen im Schutz vor
dem eiskalten Wind die hübschen Räumlichkeiten mit Blick auf die Herðubreið, einem wunderschönen Berg.
Das ausgesuchte Übernachtungsgebiet entpuppt sich als runtergekommene Häuseransammlung direkt an der Straße, so ziehen wir noch 50km weiter bis Egilssstaðir und wundern uns über mucklige 19° .- wo kommen die denn plötzlich her?
7. Tag Egilsstaðir – Bakkagerði ca. 80 km
Das ausgesuchte Übernachtungsgebiet entpuppt sich als runtergekommene Häuseransammlung direkt an der Straße, so ziehen wir noch 50km weiter bis Egilssstaðir und wundern uns über mucklige 19° .- wo kommen die denn plötzlich her?
7. Tag Egilsstaðir – Bakkagerði ca. 80 km
Bei gut 23° und nach einer Auffrischung der Lebensmittel entscheiden wir uns bei strahlendem Sonnenschein heute für einen Abstecher zum Borgarfjörður.
Gerade einmal 8km auf der Route werden wir mit dieser alten
Torfkirche überrascht – Geirssðakirkja – ok, ich schreib hier die Wörter in den
Bericht. Ihr müsst aber nicht meinen, dass ich die nur ansatzweise aussprechen
kann. Selbst beim Abschreiben muss ich mich hochgradig konzentrieren.
Auf jeden Fall – um hier wieder zur Historie zurück zu kommen – wurde an dieser Stelle eine alte Hofanlage ausgegraben und animierte dazu, diese Kirche nachzubauen. Wunderschön. Nun haben wir schon so viele Torfhäuer und –kirchen gesehen und allemal sind sie wundervoll anzuschauen. Immer mit der Vorstellung, dass die letzten dieser Häuser erst vor ca. 100 Jahren verlassen wurden.
Kurz darauf schon wieder ein Fest für die Augen. Die
schwarze Kirche ist im Reiseführer angekündigt aber dass sie so hübsch ist… und
so einen hübschen Namen hat…. Also.. falls bei Jauch mal jemand fragt, welcher
Ort hat die meisten der Buchstaben jkr.. dem sei somit geholfen. Ich hätte
gerne 10% der gewonnenen Million.
Auch hier wieder alles aufgeschlossen, so dass ich das
hübsche Gotteshaus auch
von Innen bestaunen kann.
von Innen bestaunen kann.
Wir durchfahren in langer Ebene den Selfjót um dann in steilen Serpentinen auf Schotterstraße den Berg hochzuächzen. Der Blick ist ein Traum und wir entscheiden uns für einen kleinen Snack mit Panorama.
Nur die Nerven behalten, wenn es steil auf Schotter und ohne
Seitenbegrenzung die Serpentinen auf der anderen Seite wieder runter geht.
Also, ich muss die Nerven behalten und mein Bester am besten das Fahrzeug im
Griff.
Wir umrunden dann noch direkt am Meer für mich bedrohlich aussehende Berge, nicht steil neben uns ansteigen und nicht sonderlich gefestigt aussehen um nicht zu sagen „Die nächste Gerölllawine lässt auf sich warten“. Was meint mein Bester dazu? „Wenn es runter kommt, dann sehen wir es zumindest nicht auf uns zukommen.“
Wir umrunden dann noch direkt am Meer für mich bedrohlich aussehende Berge, nicht steil neben uns ansteigen und nicht sonderlich gefestigt aussehen um nicht zu sagen „Die nächste Gerölllawine lässt auf sich warten“. Was meint mein Bester dazu? „Wenn es runter kommt, dann sehen wir es zumindest nicht auf uns zukommen.“
In der Bucht Borgarfjörður Eystri mit 100 Einwohnern
angekommen, entscheiden wir schnell, dass wir heute nicht mehr zurück fahren –
das ist doch so schön hier und der Campingplatz auch nett gelegen .
Der 6km weiter entfernte Vogelfelsen begrüßt uns nackt (also mit viel Grün aber ohne Vögel), die brüten nämlich bis Mitte August – also keine Puffins (Papageitaucher) für uns. Aber der kleine Hafen hier ist hübsch.
Zurück in Bakkagerði schlendern durch den Ort. Mich amüsiert das Schild am Campingplatz, das folgendes sagt: „Bitte hier keine Camper waschen. Es befindet sich eine Waschmöglichkeit in der STADT, neben dem SUPERMARKT.“
Hier wohnen 100 Menschen.. aber die nennen das Town und nicht Village und den kleinen Laden mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten nennt man hier Supermarkt. Ach ja.. und auf jedem Auto steckt der Schlüssel. Wahrscheinlich gibt’s hier ne Sondersicherung. Wird das Auto unerlaubt entfernt, rutscht der Hang beim Verlassen des Tales hernieder. Der Schrott am Hafen ist Glückseligkeit für meine Fotografinnenseele. Danke dafür.

Der 6km weiter entfernte Vogelfelsen begrüßt uns nackt (also mit viel Grün aber ohne Vögel), die brüten nämlich bis Mitte August – also keine Puffins (Papageitaucher) für uns. Aber der kleine Hafen hier ist hübsch.
Zurück in Bakkagerði schlendern durch den Ort. Mich amüsiert das Schild am Campingplatz, das folgendes sagt: „Bitte hier keine Camper waschen. Es befindet sich eine Waschmöglichkeit in der STADT, neben dem SUPERMARKT.“
Hier wohnen 100 Menschen.. aber die nennen das Town und nicht Village und den kleinen Laden mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten nennt man hier Supermarkt. Ach ja.. und auf jedem Auto steckt der Schlüssel. Wahrscheinlich gibt’s hier ne Sondersicherung. Wird das Auto unerlaubt entfernt, rutscht der Hang beim Verlassen des Tales hernieder. Der Schrott am Hafen ist Glückseligkeit für meine Fotografinnenseele. Danke dafür.

Wir genießen in der warmen Sonne noch ein Feierabendbier im
örtliche Café, das sich wirklich Mühe gibt, seine Gäste Willkommen zu heißen.
Als dann die Sonne hinter dem Berg verschwindet, wird’s direkt eisekalt und wir
flüchten in unser Wohnmobil zum Abendessen und zur Bildbearbeitung.
8. Tag - Bakkagerði - Breiðdalsvík
Ich hatte mir den Wecker auf kurz
nach 5 Uhr gestellt, wollte ich den den vermutlichen schönen Sonnenaufgang über
dem Borgarfjörður sehen. Meine innere
Uhr reichte schon aus und als die Sonne Meer und Berge in ihr rotes Licht
tauchte, stand ich bewaffnet mit Kamera auf dem Felsen. Schon so viele
Sonneauf- und untergänge in meinem Leben gesehen und jeder ist anders und jeder
ist schön.
Schön war aber auch die Formation
an Menschen, die wir später zu unserem Frühstück vor unserem Fenster
präsentiert bekamen. Lt. Isländischer Sage ist hier neben der Kirche und damit
direkt am Campingplatz die Elfenburg –
ein Erdhügel – unter dem der König der Elfen nebst seinem Hofstaat leben soll.
Eine Gruppe von nicht
elfengleichen Wesen stellte sich dort um einen Stein in den Kreis und streckte
- zumindest eine schöne Darbietung für uns - die Arme zum Gebet (oder was auch immer) aus. Danach benetzten sie sich mit dem
Morgentau die Stirn. Was mags für ein Ritual gewesen sein?
Zurück über den Pass bei immer
noch schönstem Sonnenschein halten wir an einem Kiosk, das leider out of order
ist. Aber schöne Idee, Irgendwo im Nirgendwo so etwas mit Sonne und Wind zu
betreiben.
Wir überfahren erneut einen Pass
und landen in dem wunderhübschen Seyðisfjörður. Hier legt die Autofähre an und
ab und wenn das nicht so ist (und dann wohl extrem trubelig), dann ist es
einfach ein verschlafenes Städtchen. Wir fühlen uns direkt wohl, die Sonne mag
ihres dazu tun, aber es ist für isländische Verhältnisse doch eine deutliche
Fülle an hübschen Häuschen.
Wieder zurück über den Pass (uih, ich war auch schon mal spannender bei meiner Berichterstattung) und
die Alternativroute 92 Richtung Küste. Hier durchfahren wir einen 5,9 km langen
Tunnel, der aufgrund der Enge meinen klaustophobischen Ansätze sehr entgegen
kommt. Augen zu und durch - im wahrsten Sinne des Wortes. Gott sei Dank muss ich nicht fahren. Als wir dann den nächsten Fjord umfahren,
sehe ich es auf uns zukommen. Wetter! Also wir hatten bis dato auch Wetter aber
wenn man die dicken Wolken (die sich einfach nicht wirklich fotografieren
lassen wollen) schon von weitem übers Wasser kommen sieht und sie anfangen,
links und rechts über die Berge zu kriechen, dann ist das sehr beeindruckend.
Begleitet wird das auch von starkem Wind - also sehr starkem wind, der uns den Abend in Breiðdalsvík geschützt im Ort verbringen wird anstatt wie geplant wild campend am Leuchtturm.
9. Tag Breiðdalsvík – Höfn í Hornafirði – ca. 180 km
Trotz der vielen Kilometer ist nicht viel zu erzählen. Das liegt mitnichten daran, dass es nicht interessant war aber bei Wind und Wolken sind wir einen Fjord nach dem anderen abgefahren, haben immer mal wieder versucht, die Lichtstimmungen einzufangen, wenn sich die Sonne doch mal zeigte. Im Prinzip wohnt hier Niemand – ab und zu ein Gehöft und dann wieder lange nichts. Bloß nicht die Milch vergessen, sag ich da nur.
Herauszuheben ist der Ort Djúplvogur. Bereits 1589 als Handelsplatz der hanseatischen Kaufleute benannt, gibt es hier ein paar noch erhaltene alte Häuser (also nicht von 15xx sondern von 19xx) und überhaupt stellt sich das Örtchen schön dar. Dazu noch Kunst am Hafen und einen Cappucchino mit Sojamilch, was will das vegane Fotografenherz mehr.
Nach vielen weiteren Kilometern, wenigen Höfen usw. landen wir schließlich in Höfn, dem letzten wirklich machbaren Einkaufsplatz, bevor es noch einsamer wird (Noch einsamer, geht das?). Wir füllen den Kühlschrank auf und wagen dann noch mal ein Besuch eines Restaurants (wagen wegen der ausgesprochen hohen Preise).
Die Nacht wird interessant..und ich sag noch.. "ist da schlau, hier auf dem freien Hügel zu stehen, wenn der Wind so pfeift?" Aber wir sind nicht weggeweht, es hört sich einfach nur irre an und wackelt ganz schön am Wohnmobil. Ich verweise in dem Zusammenhang noch mal auf die vielen Reisenden mit Zelten, die diesen Naturgewalten in ihrem dünnen Nylon ausgesetzt sind. Oder aber an die Truppe der Radfahrer, die uns gestern entgegen kam und wohl gedenkt, Island mit dem Rad zu erkunden. Tief beeindruckend, so etwas.
10. Tag Höfn í Hornafirði – Skaftafell – 150km
Spät geht es los, es ist so diesig, dass die Strecke – obwohl es die schönste an der Ringstraße ist – nicht viel verspricht. Die ersten 80km ist das auch genau so. Das, was im Reiseführer beschrieben ist, ist einfach nicht sichtbar grau in grau. Aussichten auf Gletscher, weitläufige Sander, hohe Berge. Wir fahren an der Küste lang, ohne sie zu sehen.
Aber als wir am
Jökulsárlón ankommen, dem See, der aus dem Gletscher Breiðamerkurjökull stammt
und in dieser kalbt, bekommen wir doch endlich was vor die Augen und die Linse. Durch das diesige
Wetter wohl auch in einer besonderen Atmosphäre, wobei ich zwar schon den
Gletscher dahinter gern gesehen hätte aber wir dürfen einfach froh sein, dass
der Regen in dem Moment aufhört, als wir das Wohnmobil verlassen.
Große Eisberge treiben
auf dem See und werden – durch die gerade eintretende Flut – zurück aus dem
kürzesten Fluss Islands, dem Jökulsá, zusammen getrieben. Welche Gewalt der Natur. Eine der wenigen
Flüsse, die rückwärts fließen können. Gelingt auch nur durch die Kürze von
800m.
Fast noch faszinierender
ist aber das Schauspiel am Strand. Die Eisberge, die ins Meer geflossen sind,
wurden durch die Flut an den Strand gespült und lassen sich hier vom Meer um die kalten Füße streichen. Ein Fest für Fotografen. Neben uns sind das noch einige andere
und was für ein Gekreische, wenn mal eine Welle die Sandbank überspült, auf der
wir stehen.
Ich finde, die Fotos
wirken unecht, wie an den Strand gelegte Glaskunst.
Der Fotograf hier im Bild wurde von uns noch lange im Auge behalten. Er ging wirklich extrem spät von der Sandbank weg. Retten hätte ihm im tobenden Meer keiner können. Aber ich bin sicher, er bringt eine tolle Fotoausbeute mit.
Der Fotograf hier im Bild wurde von uns noch lange im Auge behalten. Er ging wirklich extrem spät von der Sandbank weg. Retten hätte ihm im tobenden Meer keiner können. Aber ich bin sicher, er bringt eine tolle Fotoausbeute mit.
Einige wenige Kilometer weiter gibt’s einen kleineren See, der ebenfalls direkt am Gletscher liegt – nicht ganz so spektakulär aber dafür einsamer.
Den Svinafellsjökull (Gletscher) bekommen wir noch zu Gesicht. Auf dem ca. 1 kg langen Fußweg dahin pfeift der Wind, dass ich Mühe hab, die Spur zu halten. Auf dem Rückweg setzt auf den letzten Metern der Regen wieder ein und treibt so stark ins Gesicht, dass man meinen könnte, es hagelt.
Wir kommen einigermaßen trocken in Skaftafell an, suchen uns eine Ecke auf dem großen Campingplatz und wagen uns nicht mehr hinaus. Auch diese Nacht werden wir heftig durchgeschüttelt aber nichts gegen die armen Zelter da Draußen. Ich war schon drauf und dran, die in unser kleines Wackelmobil zu holen. Aber es wären wohl zu viele gewesen. :-)
11. Tag Skaftafell – Kirkjubærjarklaustur – ca. 60km
Die Nacht war wieder interessant. Das Universum rappelte an unserem Wohnmobil, als ob es kein Morgen gäbe. Vielleicht war es ja auch nur der Wind. Auf dem Zeltplatz bildeten sich kleine Seen und der ein oder andere Zelt-Camper zog es vor, direkt im Auto zu schlafen, anstatt sich ins Wasser zu legen.
Wir entschieden uns, lange zu schlafen (Frank), viele Bilder zu bearbeiten (Anja) und dann den Kampf mit dem Vodafone-Hotspot im Visitor Center des Nationalparks aufzunehmen. Wir sind zwar eigentlich aus dem Alter raus aber man sah uns mangels Tische am Boden sitzen. Der Kampf mit dem Hotspot gestaltete sich als Herausforderung. Mit dem PC ging das noch aber Apple-Produkte mochte er nicht. Ich schaffte es zumindest, den Blog zu aktualisieren und mir die Bilder aufs Handy zu laden und die ein oder andere (total wichtige;-) Nachricht an zu Hause zu schicken.
Das Gute: Als wir endlich fertig waren und noch eine halbe Stunde Zeit brauchten, uns vom Boden zu erheben und die Gräten zu richten, hatte es aufgehört zu regnen und wir zogen zu einer kleinen Wanderung in den Nationalpark zum Svartifoss (schwarzer Wasserfall) los.
Nach den üblichen Fotoshootings (Fürs Reisenotzibuch: nie nach Island ohne Stativ reisen) des Wasserfalls dann noch bis auf die Hügelspitze und den Ausblick auf eine der Gletscherzungen genießen.
Abwärts an einem alten Gehöft vorbei, das noch bis 1950 in Betrieb war
und zurück am Fluss lang, durch einen WALD.
Richtung Visitor Center, um am dortigen Imbiss ein Light-Nachwanderbier zu trinken. Hier mal was zu den Preisen: Eine Portion Fish und Chips kostet an diesem Imbiss 2.800 Kronen. Das sind knapp 20 Euro. Selbst wenn man bedenkt, dass hier sonst weit und breit kein Restaurant ist und man den Nationalparkbonus mit einrechnet… wow!
Die Weiterfahrt durch einen 30km breiten Sander ist extrem beeindruckend aber nichts, was irgendwie fürs Foto taugt. Sehr dagegen die danach folgende Landschaft Brunahraun. Ich verliebe mich sofort. Alles satt grün, jeder Stein mit Moos überwachsen und überall von den hübschen Felsen fallen Wasserfälle wunderschön hinab.
Jetzt verstehe ich, warum die Isländer an Elfen glauben. Wenn es welche gibt, dann sicherlich hier.
Inmitten des Gebietes liegt Kirkjubærjarklaustur. Hier machen wir Halt, finden den bisher schönsten (saubersten/ordentlichsten) Campingplatz, haben den Ort mit 150 Einwohnern schnell erkundet und genießen unser sogenanntes Andockbier (mit dem Wohnmobil am Campingplatz angedockt) im benachbarten Bar und Grill, um uns zum Abendessen zurück ins Schaukelmobil zu geben – zu einer ruhigen, windlosen Nacht.
12. Tag Kirkjubærjarklaustur – Hvolsvöllur – ca. 180km
Die Nacht war in der
Tat ruhig und windlos aber es regnete wieder, so dass die kleine Wanderung in
Kirkjubærjarklaustur ausfiel - ok, ein Wasserfall weniger vor der Linse. Wir machten uns also direkt auf den Weg. Die
Strecke, die wir befuhren, kann man in Fotos nicht festhalten (zumindest nicht
auf der Erde stehend). Wir durchfuhren ein 60km langes und 22km breites Lavagebiet.
Das an sich ist schon gigantisch. Jetzt nur noch vorstellen, dass die Lava über
und über mit samtig weichem Moos bewachsen ist.Vor dem nächsten Sander dann ein Parkplatz mit unzählig vielen Steinmännchen.
Als wir dann von
Weitem schon Felsformationen im Meer sehen und unser Wohnmobil am schwarzen
Stand parken, lichtet sich der Himmel und pünktlich für die Fotos kommt die
Sonne raus oder taucht den Himmel in wunderschöne Szenarien. Der Atlantik tobt über den schönen schwarzen
Kieselstrand.
Der Sage nach entstand die Felsformation im Meer, weil 3 Trolle einen Dreimaster an Land ziehen wollten und dabei die Zeit vergaßen. Als die Sonne dann aufgingen, erstarrten sie zu Stein. Von der anderen Seite her kann man das Bild der 3 Trolle besser erkennen.
Schöne Grotten mit Basalt geschmückt, was die Natur so kann.
Dieser Fels, der scheinbar mitten im Gelände steht, stand mal als Kliff am Meer. Durch Vulkanausbrüche und der daraus folgenden Landvermehrung steht er jetzt eben auf Land und bietet ein ansehbares Bild.
Ein Stück weiter können wir zu Fuß zum Gletscher Sölhelmjökull gehen. Fototafeln am Parkplatz zeigen beeindruckend, dass vor 10-15 Jahren der 10minütige Fußweg noch gar nicht nötig war. Das Eis hat sich schon mächtig auf den Berg zurückgezogen.
Oben auf dem Gletscher sieht man Gruppen mit geführten Wanderungen, die hier angeboten werden. Es knackt und knirscht im Eis und ich bin froh, wieder mit sicherem Abstand zum Gletscher zurückschauen zu können.
Nur 5km weiter das nächste Ereigniss, der Skógafoss, quasi ein Drive-Thru-Wasserfall. So viel andere glückliche Islander-Urlauber sind da, dass es schwierig wird, das gute Ding ohne Menschen zu fotografieren. Und dann muss man auch noch drauf achten, dass die Linse nicht nass wird. So hab ich einige Fotos direkt in die virtuelle Tonne werfen können. Aber zumindest eins ist gelungen.
Was Touristen nicht alles für ein gutes Foto machen, sieht man hier:
Statt gefährlicher Kletterpartien gönnen wir uns lieber ein isländisches Bier vor unserem Wohnmobil mit Ausblick auf Berge und Gehöfte und ich zanke mit mit dem Vogel um ein gutes Foto. Aber schwarzer Adler vor schwarzem Grund ist einfach schwer festzuhalten.
Auf der Strecke noch der Ausblick auf dieses alte Gehöft und dann sind wir auch schon bald am Ende eines mit Eindrücken vollgepackten Tages und der Erkenntnis, dass Regen am Morgen nichts Schlechtes heißen muss.
13. Tag Hvolsvöllur – Geysir ca. 230 km
Wir nähern uns auf der Tour dem Ende Richtung Reykjavík. Auf der Strecke, die wir fahren, touchieren wir es kurz, um dann Richtung Geysir wieder ins Land zu fahren. Auf der Strecke liegt der Pingvellir-Nationalpark.
Der ist aus drei Gründen interessant. Zum einen ist er schlicht und ergreifend hübsch mit See und ein wenig „Wald“ und viel Lava aber auch viel Moos.
Zum anderen ist er geschichtsträchtig, da sich hier die ersten Bewohner von Island im Jahr 930 bestehend aus Skandinaviern, Iren und Schotten zusammen trafen, um das Leben auf der Insel aus gesetzlich zu regeln. Aus der Zeit rührt der Name der Schlucht, der Allmannagjá (Allmännerschlucht). Hier passten seinerzeit alle Männer der Insel zum Treffen hinein. Diese Schlucht ist aber auch geologisch interessant, hier treffen nämlich plump gesagt Nordamerika und Europa aufeinander bzw. hier driften sie voneinander weg.
Die Erdkruste driftet
hier 6-8mm pro Jahr auseinander und in gleichem Maße senkt sich die Spalte. Wir
sind also gestern mehrfach von Amerika nach Europa gegangen.
Eine Wanderung von 8km ist an dem Tag noch drin. Beim Packen des Rucksacks finde ich in einem versteckten Regal im Wohnmobil ein Mini-Stativ. Bei allen Wasserfällen hab ich gelitten, kein Stativ dabei zu haben. Jetzt hab ich zumindest fürs kleine Objektiv eins. Fürs große reicht die Standfestigkeit nicht aus. Muss ich gleich probieren. Das Stativ kommt zum Einsatz. Endlich lange Belichtungszeit ohne Verwackler.
Vorbei kommen wir an zahlreichen Arten von Flechten und Moosen
aber viel imposanter von großen Lavaspalten, die teilweise dicht mit Moos bewachsen sind.
Zurück auf Amerika begeben wir uns auf eine Fahrt Richtung Geysir, die uns endlich zeigt, dass die putzigen Pferde, die hier überall das Panorama zeigen, auch im Einsatz sind. Zwar haben wir schon Touristengruppen auf Ponys gesehen aber erst einmal ein einsames Pferd beim Zusammentreiben der Schafe. Hier musste wir an der Straße warten, bis Schafe und Pferde die Kreuzung passiert haben und so konnte ich es zumindest noch fotografieren.
Am Geysir geparkt, noch ein Bier im Hotel und dann ab ins Schaukelmobil, das wohl eher Morastmobil heute heißt und das Abendessen gezaubert.
14. Tag Geysir - Reykjavík – ca. 150km
Es hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil, wenn man am Geysir übernachtet. Man kann vor allen anderen da sein und das selbst mit Frühstück im Bauch. Zugegebenermaßen waren wir nicht die ersten aber der riesige Parkplatz an dieser Sehenswürdigkeit war noch mehr oder weniger leer und ein paar frühnasige Touristen aus dem Hotel und vom Campingplatz fanden sich zusammen.
Bähm! Und ich schrecke zusammen, als er das erste mal nach oben schießt. Mann.. einen Geysir wollte ich immer schon mal sehen und so furchtbare viele Möglichkeiten hat man nicht. Wir schauen uns diverse Ausbrüche an und ich wechsle fürs Foto immer wieder die Seite, denn diesmal: Weißer Adler auf weißem Grund bzw. weißes Wasser vor weißen Wolken sieht ziemlich doof aus.
Also weißes Wasser vor aufgehender Sonne – das geht gut.
Nach den Fotos schauen wir uns noch zwei ungeknispte Spuckereien an und dabei zeigt die Diva ihr wahres Gesicht – volle Größe, volle Eleganz. Toll. Das Schauspiel, wenn sich das Wasser wölbt und dann in die Höhe schießt, ist wirklich beeindruckend.
Auf dem Weg gibt’s im übrigen einen Wasserfall. Ich bin sicher, dass ich im Reiseführer schon xmal gelesen hab, dass das nun aber der schönste in Island sein soll. Aber ich glaube, der ist es wirklich von allen, die wir gesehen haben. Er fällt in 3 Etagen schräg versetzt gegeneinander ins Tal. Toll, der Gullfoss – der goldene Wasserfall.
Beim Weg zurück kommen wir an Hveraferði vorbei, einem Ort, der über viele heiße Quellen verfügt. Dort stehen jede Menge Gewächshäuser, die durch die Quellen beheizt werden. Hier wachsen Bananen und Südfrüchte. Wir erweitern nur unsere Vorräte und trinken ein Light-Bier und bestaunen eine Außenküche, die rein durch Wasserdampf beiheizt wird.
Dann noch ein letztes Stück und wir fahren nach Reykjavik rein. Das übliche Phänomen: Wir kommen an und die Sonne kommt raus.
Die ersten Eindrücke von dieser Stadt sind sehr hübsch, das verspricht für unsere morgige Tour sehr viel. Noch schnell ein dunkles irisches Lager in einem sehr netten Pub/Restaurant und dann ab auf den Campingplatz zum letzten selbst gekochten Abendessen (ich erwähnte nicht, dass wir einen Wrap-Überschuss hatten?) und einem netten Plausch mit australischen Europa-Touristen.
14. Tag – Reykjavík – 0km
Die Stadt hat ihren eigenen Flair. Gestern schon hat sie uns mit offenen Armen empfangen und auf unseren ungeplanten Streifzügen durch die Gassen hält sie schöne Aussichten für uns bereit. Diese erscheinen vielleicht im Blick auf die Fotos nicht so, aber genau so hab ich es empfunden. Klar, hätte man die Straßen mit den schönen Pubs und Cafés fotografieren können, die alten Gebäude und Häuser. Aber ich finde, Reykjavík ist genau das, was ich hier festgehalten hab. Pragmatischer Baustil (den findet man häufig auf Island) vermischt mit alten Häusern und wiederum vermischt mit Moderne.
Was auffällt, sind recht viele Katzen – es scheint eine für Katzen sichere Stadt zu sein.
Besonders hat es mir diese angetan – „Beam me up, Scotty.“
Zwei Hinweise, falls das hier Veganer lesen, die auch nach Island möchten:
Reykjavík Chips – ein absolutes Muss – ich hab never ever einer solch leckere vegane Frittensoße gegessen. Hmmm..
Laundromat Café – man kann hier seine Wäsche waschen und lecker Essen. Es gibt eine kleine vegane Auswahl. Ich hatte das vegane Toast, hört sich profan an aber mit gebackenen Auberginen, Hummus, Dattelkonfit und Salat mit leckerer Rote-Bete-Soße war das sehr klasse. Dazu ein leckeres Gull (gesprochen Gutch) – schönes Abendessen.
Jetzt aber kein Geschwafel mehr – Reykjavík, wie ich es gesehen habe.
14. Tag – Reykjavík – Düsseldorf - ca. 2.195 km
Der Abreisetag - traditionell beginnend mit Reinigung des Wohnmobils. Da Reykjavík nicht nur für uns letzte Station der Island-Reise war, herrschte ein buntes Treiben und Reinemachen auf dem Campingplatz. Überhaupt ist der Reykjavíker Campingplatz schon besonders. Nach Island reisen - wie ich schon beschrieb - viele Zeltreisende. Da die Campingplätze in Island häufig nicht besonders komfortabel sind und auch oft nicht dem deutschen Reinlichkeitsprinzip nachkommen, muss man das in einem Zelt echt schon wollen. Kälte, Nässe und dann unsaubere Toiletten und schlechte Duschmöglichkeiten. Man ist auf die Aufenthaltsräume und öffentlichen Küchen (wenn man Glück hat, sind die überdacht, mit ganz viel Glück als abgeschlossener Raum aber häufig einfach unter freiem Himmel) und Abwaschbecken angewiesen - wie viel Nudelnhaufen in ich Abwaschbecken gesehen hab - eklig. In Reykjavík lassen als letzte Station dann noch die Leute (wie wir auch), ihre Grundnahrungsmittel stehen und die Zelter suchen sich dann das aus, was sie akut gebrauchen können.
Wir streifen nochmals durch die Stadt - natürlich noch mal ne Pommes bei Reykjavík Chips und einen Kaffee und ein Gull im Laundromat Café.
Wir lassen uns einfach wieder treiben - kreuz und quer und hinein ins Fotomuseum. Es ist zwar blauer Himmel und deutlich klarer als am Vortag. Dafür pfeifft aber zum Abschied ein isländischer Wind um unsere Ohren. Da ist ein Abstecher in ein Museum schon willkommen.
Ein großes dänisches Militärschiff ist über Nacht gekommen.
Und ein letzter Blick über den Hafen.
Darauf noch mal ein Gull im English Pub (muss man ja auch mal ausprobiert haben).
Der Sage nach entstand die Felsformation im Meer, weil 3 Trolle einen Dreimaster an Land ziehen wollten und dabei die Zeit vergaßen. Als die Sonne dann aufgingen, erstarrten sie zu Stein. Von der anderen Seite her kann man das Bild der 3 Trolle besser erkennen.
Schöne Grotten mit Basalt geschmückt, was die Natur so kann.
Dieser Fels, der scheinbar mitten im Gelände steht, stand mal als Kliff am Meer. Durch Vulkanausbrüche und der daraus folgenden Landvermehrung steht er jetzt eben auf Land und bietet ein ansehbares Bild.
Ein Stück weiter können wir zu Fuß zum Gletscher Sölhelmjökull gehen. Fototafeln am Parkplatz zeigen beeindruckend, dass vor 10-15 Jahren der 10minütige Fußweg noch gar nicht nötig war. Das Eis hat sich schon mächtig auf den Berg zurückgezogen.
Oben auf dem Gletscher sieht man Gruppen mit geführten Wanderungen, die hier angeboten werden. Es knackt und knirscht im Eis und ich bin froh, wieder mit sicherem Abstand zum Gletscher zurückschauen zu können.
Nur 5km weiter das nächste Ereigniss, der Skógafoss, quasi ein Drive-Thru-Wasserfall. So viel andere glückliche Islander-Urlauber sind da, dass es schwierig wird, das gute Ding ohne Menschen zu fotografieren. Und dann muss man auch noch drauf achten, dass die Linse nicht nass wird. So hab ich einige Fotos direkt in die virtuelle Tonne werfen können. Aber zumindest eins ist gelungen.
Was Touristen nicht alles für ein gutes Foto machen, sieht man hier:
Statt gefährlicher Kletterpartien gönnen wir uns lieber ein isländisches Bier vor unserem Wohnmobil mit Ausblick auf Berge und Gehöfte und ich zanke mit mit dem Vogel um ein gutes Foto. Aber schwarzer Adler vor schwarzem Grund ist einfach schwer festzuhalten.
Auf der Strecke noch der Ausblick auf dieses alte Gehöft und dann sind wir auch schon bald am Ende eines mit Eindrücken vollgepackten Tages und der Erkenntnis, dass Regen am Morgen nichts Schlechtes heißen muss.
13. Tag Hvolsvöllur – Geysir ca. 230 km
Wir nähern uns auf der Tour dem Ende Richtung Reykjavík. Auf der Strecke, die wir fahren, touchieren wir es kurz, um dann Richtung Geysir wieder ins Land zu fahren. Auf der Strecke liegt der Pingvellir-Nationalpark.
Der ist aus drei Gründen interessant. Zum einen ist er schlicht und ergreifend hübsch mit See und ein wenig „Wald“ und viel Lava aber auch viel Moos.
Zum anderen ist er geschichtsträchtig, da sich hier die ersten Bewohner von Island im Jahr 930 bestehend aus Skandinaviern, Iren und Schotten zusammen trafen, um das Leben auf der Insel aus gesetzlich zu regeln. Aus der Zeit rührt der Name der Schlucht, der Allmannagjá (Allmännerschlucht). Hier passten seinerzeit alle Männer der Insel zum Treffen hinein. Diese Schlucht ist aber auch geologisch interessant, hier treffen nämlich plump gesagt Nordamerika und Europa aufeinander bzw. hier driften sie voneinander weg.
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| Zwischen Nordamerika und Europa! |
Eine Wanderung von 8km ist an dem Tag noch drin. Beim Packen des Rucksacks finde ich in einem versteckten Regal im Wohnmobil ein Mini-Stativ. Bei allen Wasserfällen hab ich gelitten, kein Stativ dabei zu haben. Jetzt hab ich zumindest fürs kleine Objektiv eins. Fürs große reicht die Standfestigkeit nicht aus. Muss ich gleich probieren. Das Stativ kommt zum Einsatz. Endlich lange Belichtungszeit ohne Verwackler.
Vorbei kommen wir an zahlreichen Arten von Flechten und Moosen
aber viel imposanter von großen Lavaspalten, die teilweise dicht mit Moos bewachsen sind.
Zurück auf Amerika begeben wir uns auf eine Fahrt Richtung Geysir, die uns endlich zeigt, dass die putzigen Pferde, die hier überall das Panorama zeigen, auch im Einsatz sind. Zwar haben wir schon Touristengruppen auf Ponys gesehen aber erst einmal ein einsames Pferd beim Zusammentreiben der Schafe. Hier musste wir an der Straße warten, bis Schafe und Pferde die Kreuzung passiert haben und so konnte ich es zumindest noch fotografieren.
Am Geysir geparkt, noch ein Bier im Hotel und dann ab ins Schaukelmobil, das wohl eher Morastmobil heute heißt und das Abendessen gezaubert.
14. Tag Geysir - Reykjavík – ca. 150km
Es hat mindestens einen unschlagbaren Vorteil, wenn man am Geysir übernachtet. Man kann vor allen anderen da sein und das selbst mit Frühstück im Bauch. Zugegebenermaßen waren wir nicht die ersten aber der riesige Parkplatz an dieser Sehenswürdigkeit war noch mehr oder weniger leer und ein paar frühnasige Touristen aus dem Hotel und vom Campingplatz fanden sich zusammen.
Bähm! Und ich schrecke zusammen, als er das erste mal nach oben schießt. Mann.. einen Geysir wollte ich immer schon mal sehen und so furchtbare viele Möglichkeiten hat man nicht. Wir schauen uns diverse Ausbrüche an und ich wechsle fürs Foto immer wieder die Seite, denn diesmal: Weißer Adler auf weißem Grund bzw. weißes Wasser vor weißen Wolken sieht ziemlich doof aus.
Also weißes Wasser vor aufgehender Sonne – das geht gut.
Nach den Fotos schauen wir uns noch zwei ungeknispte Spuckereien an und dabei zeigt die Diva ihr wahres Gesicht – volle Größe, volle Eleganz. Toll. Das Schauspiel, wenn sich das Wasser wölbt und dann in die Höhe schießt, ist wirklich beeindruckend.
Auf dem Weg gibt’s im übrigen einen Wasserfall. Ich bin sicher, dass ich im Reiseführer schon xmal gelesen hab, dass das nun aber der schönste in Island sein soll. Aber ich glaube, der ist es wirklich von allen, die wir gesehen haben. Er fällt in 3 Etagen schräg versetzt gegeneinander ins Tal. Toll, der Gullfoss – der goldene Wasserfall.
Beim Weg zurück kommen wir an Hveraferði vorbei, einem Ort, der über viele heiße Quellen verfügt. Dort stehen jede Menge Gewächshäuser, die durch die Quellen beheizt werden. Hier wachsen Bananen und Südfrüchte. Wir erweitern nur unsere Vorräte und trinken ein Light-Bier und bestaunen eine Außenküche, die rein durch Wasserdampf beiheizt wird.
Dann noch ein letztes Stück und wir fahren nach Reykjavik rein. Das übliche Phänomen: Wir kommen an und die Sonne kommt raus.
Die ersten Eindrücke von dieser Stadt sind sehr hübsch, das verspricht für unsere morgige Tour sehr viel. Noch schnell ein dunkles irisches Lager in einem sehr netten Pub/Restaurant und dann ab auf den Campingplatz zum letzten selbst gekochten Abendessen (ich erwähnte nicht, dass wir einen Wrap-Überschuss hatten?) und einem netten Plausch mit australischen Europa-Touristen.
14. Tag – Reykjavík – 0km
Die Stadt hat ihren eigenen Flair. Gestern schon hat sie uns mit offenen Armen empfangen und auf unseren ungeplanten Streifzügen durch die Gassen hält sie schöne Aussichten für uns bereit. Diese erscheinen vielleicht im Blick auf die Fotos nicht so, aber genau so hab ich es empfunden. Klar, hätte man die Straßen mit den schönen Pubs und Cafés fotografieren können, die alten Gebäude und Häuser. Aber ich finde, Reykjavík ist genau das, was ich hier festgehalten hab. Pragmatischer Baustil (den findet man häufig auf Island) vermischt mit alten Häusern und wiederum vermischt mit Moderne.
Was auffällt, sind recht viele Katzen – es scheint eine für Katzen sichere Stadt zu sein.
Besonders hat es mir diese angetan – „Beam me up, Scotty.“
Zwei Hinweise, falls das hier Veganer lesen, die auch nach Island möchten:
Reykjavík Chips – ein absolutes Muss – ich hab never ever einer solch leckere vegane Frittensoße gegessen. Hmmm..
Laundromat Café – man kann hier seine Wäsche waschen und lecker Essen. Es gibt eine kleine vegane Auswahl. Ich hatte das vegane Toast, hört sich profan an aber mit gebackenen Auberginen, Hummus, Dattelkonfit und Salat mit leckerer Rote-Bete-Soße war das sehr klasse. Dazu ein leckeres Gull (gesprochen Gutch) – schönes Abendessen.
Jetzt aber kein Geschwafel mehr – Reykjavík, wie ich es gesehen habe.
14. Tag – Reykjavík – Düsseldorf - ca. 2.195 km
Der Abreisetag - traditionell beginnend mit Reinigung des Wohnmobils. Da Reykjavík nicht nur für uns letzte Station der Island-Reise war, herrschte ein buntes Treiben und Reinemachen auf dem Campingplatz. Überhaupt ist der Reykjavíker Campingplatz schon besonders. Nach Island reisen - wie ich schon beschrieb - viele Zeltreisende. Da die Campingplätze in Island häufig nicht besonders komfortabel sind und auch oft nicht dem deutschen Reinlichkeitsprinzip nachkommen, muss man das in einem Zelt echt schon wollen. Kälte, Nässe und dann unsaubere Toiletten und schlechte Duschmöglichkeiten. Man ist auf die Aufenthaltsräume und öffentlichen Küchen (wenn man Glück hat, sind die überdacht, mit ganz viel Glück als abgeschlossener Raum aber häufig einfach unter freiem Himmel) und Abwaschbecken angewiesen - wie viel Nudelnhaufen in ich Abwaschbecken gesehen hab - eklig. In Reykjavík lassen als letzte Station dann noch die Leute (wie wir auch), ihre Grundnahrungsmittel stehen und die Zelter suchen sich dann das aus, was sie akut gebrauchen können.
Wir streifen nochmals durch die Stadt - natürlich noch mal ne Pommes bei Reykjavík Chips und einen Kaffee und ein Gull im Laundromat Café.Wir lassen uns einfach wieder treiben - kreuz und quer und hinein ins Fotomuseum. Es ist zwar blauer Himmel und deutlich klarer als am Vortag. Dafür pfeifft aber zum Abschied ein isländischer Wind um unsere Ohren. Da ist ein Abstecher in ein Museum schon willkommen.
Ein großes dänisches Militärschiff ist über Nacht gekommen.
Und ein letzter Blick über den Hafen.
Darauf noch mal ein Gull im English Pub (muss man ja auch mal ausprobiert haben).
Und hiermit nehmen wir Abschied von Reykjavík. Der Flug geht um 0:45 Uhr und bringt uns morgens früh geschüttelt und gerührt in Düsseldorf wieder an. Polarlichter durfte ich noch vom Flugzeug aus sehen. Nettes Geschenk als Verabschiedung eines tollen Urlaubes.
Was gibt es abschließend als Fazit zu sagen?
Was gibt es abschließend als Fazit zu sagen?
- Island ist ne Reise wert.. ok, das hatte ich schon arg vermutet.
- Die Sprache hat sich mir über die ganze Zeit nicht erschlossen. Wo Gull als Giltch ausgesprochen wird, da muss man sich bei Wörtern wie Hvalfjarðargöng oder den uns allen bekannten Eyjafjallajökull nicht mehr fragen.
- In Island bezahlt man nach dem Essen immer am Tresen (muss man ja wissen).
- Es ist dort wirklich so teuer, wie man immer sagt.
- Island ist kein fahrradfreundliches Land (nur mit viel Optimismus und Leidensfähigkeit ist Island mit dem Rad zu erkunden - erwähne ich auch nur, weil es welche taten und ich die für völlig verrückt gehalten hab - gepaart mit gleichzeitiger Bewunderung).
- Man hat das Gefühl, Himmel und Hölle je ein Stück näher gewesen zu sein.
- Man kann nie genug Wasserfälle sehen (sehen 50% unserer Reisegruppe so)
- In Island gibts nicht so viel Bakterien in der Luft, deswegen riecht man nicht so schnell. Ganz praktisch sicherlich für viele Zeltreisende.
- Trolle und Elfen gibts wirklich - ich hab sie zwar nicht gesehen aber ein Land mit dieser Landschaft muss von Trollen und Elfen bewohnt sein.
- Vergesse nicht die (Soja)milch beim Einkaufen - 2 Stunden Fahrt über Schotterpiste sind kein Zuckerschlecken.
- Japaner treten auch hier nur in Rudeln auf.
- Sturm übersetzen die Isländer mit lauem Lüftchen.
- Wenn man duscht und das Wasser nach faulen Eiern riecht, ist das gewöhnungsbedürftig.
Atemberaubend!
PS: Und wer jetzt immer noch Lust auf Island hat - hier sind (fast) alle Fotos: Klick

































































































































